Astronomisches Bild des Tages
Gibt es in der Tatacoa-Wüste einen wütenden Sith, der Machtblitze einsetzt? Das ist keine Science-Fiction, sondern ein „Red Sprite“ mit mehreren Ausläufern! Gewöhnliche Blitze entstehen, wenn Partikel in Gewitterwolken miteinander kollidieren, ihre Elektronen verlieren und sich am Wolkenboden eine negative Ladung aufbaut. Die negative Ladung der Wolke stößt negative Ladung tiefer in die Erde ab, wodurch die Erdoberfläche positiv geladen wird. Die entgegengesetzten Ladungen ziehen sich an, strecken sich einander entgegen und überhitzen die Luft zu einem weißen Plasma-Blitz. Rote Sprites sind millisekundenlange Ereignisse, die durch positive Wolke-Boden-Blitze ausgelöst werden. Sie reichen bis in die Mesosphäre hinein, wo die Luft für Gewitter zu dünn ist. Ihr rotes Leuchten entsteht durch erhitztes molekulares Stickstoffgas. Es gibt mehrere mögliche Ursachen für rote Sprites, darunter die Tatsache, dass der vorangehende positive Blitz den negativ geladenen Wolkenkern der positiv geladenen oberen Atmosphäre aussetzt, wodurch sich diese Ladungen verbinden können. Die NASA-Sonde „Juno“ hat Sprites auf dem Jupiter beobachtet, was darauf hindeutet, dass Sprites auch auf anderen Planeten vorkommen!