Astronomisches Bild des Tages

Die Meere der Ruhe und der Gelassenheit sind heute ruhig. Das sind sie allerdings fast jeden Tag, da es sich bei ihnen um Mondmeere handelt – uralte Lavaströme, die große Einschlagbecken auf dem Mond aufgefüllt haben. Die glatten, dunklen Mondmeere, die auch unter den lateinischen Namen Mare Tranquillitatis (rechts) und Mare Serenitatis bekannt sind, stehen in dieser Teleskopansicht in starkem Kontrast zu den hellen, kraterübersäten Mondhochländern, die sie umgeben. Natürlich basieren ihre Namen auf den historischen, vor der Erfindung des Teleskops verwendeten Bezeichnungen für die Mondmeere. Da diese weitläufigen Strukturen auf der Vorderseite des Mondes mit bloßem Auge gut zu erkennen sind, stellte man sie sich ähnlich wie die weiten Ozeane der Erde vor. Am 20. Juli 1969 landete die Mondlandefähre „Eagle“ der Apollo-11-Mission auf dem Mare Tranquillitatis (unten rechts) und errichtete dort die „Tranquility“-Basis – die erste menschliche Präsenz auf dem Mond.